-Über Slawen in Plön-

Plön gehört seit der Steinzeit an, mit zu den ältesten Ansiedlungen in Schleswig-Holstein. Da nach der Völkerwanderung, der östliche Landstrich von Schleswig-Holstein schwach besiedelt war, wanderte hier ab dem 8. Jahrhundert aus dem Osten der Slawische Stamm der Wenden in das Gebiet Ostholstein und den jetzigen Kreis Plön ein.

Starigard/Oldenburg war der Haupt- und Fürstensitz der Wenden. Diese gehörten zum Stammesverband der Obodriten. Plön war Hauptort des Gaues Plune, zum Teil mit Fürstensitz. (Fürst Kruto um 1066)

Das erste mal wird Plön vom Domherrn Adam von Bremen um 970 Urkundlich erwähnt. Er schreibt: "Zuentina fluvicus currit a lacu, in quo Plunie civitatas sita est." Die Schwentine kommt aus einem See, an dem der Ort Plön/Plune liegt...

Von der Elbe bis zur Kieler Förde verlief die unsichtbare Grenze der Slawen zu den Sachsen, der Limes Saxoniae. Diese Grenze verlief über das Schwentinenfeld bei Bornhöved entlang der alten Schwentine bis Kiel.

Die Burg Castrum Plune (eisfreies Wasser) lag von 850 - 1173 auf der Insel Olsburg im Plöner See. Sie war mit einer über 100m langen Brücke mit dem Festland verbunden. Es war eine typische Slawische Fluchtburg ohne Wall nur mit Palisaden. Hier befand sich auch ein Tempel, der dem Gott Podaga geweiht war. Die Häuser der Ansiedlung lagen schon immer dort wo sich heute die Stadt befindet.

Nach mehreren Vernichtungsangriffen und den Wendenkreuzzügen wurde um 1150 n.Chr, die meisten Slawen aus Plön in Richtung Lütjenburg, Schönberg und Oldenburg vertrieben. Nach und nach kamen deutsche Siedler wie Sachsen, Friesen, Holsten und bauten die Stadt weiter aus. 1151 entstand die erste Kirche, Ein kleiner Rest der Slawen vermischte sich mit der neuen Bevölkerung. 1173 wurde die neue Burg von den Schauenburgern auf den Bischofsberg (jetzt Schloß) verlegt, 1236 erhielt Plön das Stadtrecht.